Die Nominierten für den MSD Gesundheitspreis 2021

Aus 59 Bewerbungen hat eine unabhängige und prominent besetzte Jury zehn innovative Projekte für den MSD Gesundheitspreis 2021 nominiert. Sie alle stehen ab Ende Juli für den Publikumspreis zur Wahl und haben eine Chance auf den MSD Gesundheitspreis. Mit der Auszeichnung im Wert von insgesamt 115.000 Euro honoriert MSD herausragende Gesundheitslösungen – und fördert deren Umsetzung und Weiterentwicklung. Erfahren Sie jetzt mehr über die zehn nominierten Projekte!

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Sprachbarrieren beim Impfen und bei Rettungseinsätzen überwinden

aidminutes.rescue (Covid-19) unterstützt bei der medizinischen Kommunikation mit anderssprachigen Menschen.

aidminutes GmbH

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Die medizinische Versorgung von Anderssprachigen und Menschen mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen stellt Hilfesuchende und medizinisches Fachpersonal vor Herausforderungen. aidminutes hat mit Unterstützung des Instituts für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen für diese Herausforderung mit Notfallsanitäter:innen und Ärzt:innen die App aidminutes.rescue (COVID-19) entwickelt.

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Von stationär zu ambulant - die Antibiotikatherapie

Ambulante parenterale Antibiotikatherapie in der Kölner Metropolregion

Uniklinik Köln, Klinik I für Innere Medizin, Klinische Infektiologie

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Eine intravenöse Antibiotikatherapie bedeutet oft wochenlange Krankenhausaufenthalte für Patient:innen - auch wenn der Gesundheitszustand eine Entlassung zulassen würde. Bei der ambulanten parenteralen Antibiotikatherapie (APAT) führen die Patient:innen die Infusionen unter Anleitung und regelmäßiger Kontrolle selbständig zu Hause durch. Die Vorteile: die Lebensqualität im Alltag erhöht sich und die Gefahr, an einer nosokomialer Infektion zu erkranken, sinkt. In der Beobachtungsstudie K-APAT sollen die Durchführung und Praktikabilität einer APAT zunächst im Kölner Großraum systematisch überprüft werden.

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Digitales Patient Empowerment

MIKA: Mein interaktiver Krebs-Assistent

Fosanis GmbH

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Die medizinische Krebs-Versorgung verbessert sich stetig, allerdings fühlen sich Patient:innen oftmals mit ihren Ängsten, Nöten und Sorgen alleingelassen. Die psychoonkologische Betreuung gerät häufig in den Hintergrund.
Die Idee hinter der Smartphone-App Mika ist es, Krebspatienten den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern und sie bei der Therapie zu begleiten. Mika stellt Patient:innen bewusst ins Zentrum, ist personalisierbar und geht individuell auf Bedürfnisse ein, um Patient:innen bestmöglich zu unterstützen.

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Patientenorientierung in der Onkologie

OncoCoaches an der Seite der Krebspatient:innen

Arbeitskreis Klinische Studien AKS e. V.

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OncoCoaching entstand aus der Beobachtung, dass Patient:innen bei onkologischen Diagnosegesprächen aufgrund der emotionalen Belastung wenig aufnahmefähig sind. Psychoonkologen haben dazu geraten, diese Gespräche zu verkürzen und von der Beratung zu Therapie und Nebenwirkungsmanagement zu entkoppeln.
Medizinische Fach- und Pflegekräfte mit einer Fortbildung zum OncoCoach übernehmen diese Beratungsleistungen. In einer PACOCT-Studie zum OncoCoaching konnten positive Effekte gezeigt werden. Deshalb wurde der Ansatz weiterentwickelt, um das Thema palliative Frühintegration erweitert und als neue Versorgungsform beim Innovationsfond eingereicht.

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So wirkt's! Der richtige Umgang mit Medikamenten

AMBORA - Versorgungsforschungsprojekt bei Krebspatient:innen

Apotheke des Universitätsklinikums Erlangen und Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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In der modernen Krebstherapie gewinnen orale Medikamente zunehmend an Bedeutung. Patienten können sie eigenständig zu Hause einnehmen, weshalb sie diese Form der Behandlung häufig bevorzugen. Der Erfolg einer Krebstherapie hängt allerdings stark von der korrekten Einnahme der Medikamente ab. Eine Arbeitsgruppe aus Pharmazeuten und Pharmakologen hat dafür eine engmaschige Therapiebegleitung von onkologischen Patienten entwickelt, um den Betroffenen mehr Sicherheit und eine bessere Behandlung zu bieten.

Apotheke des Universitätsklinikums Erlangen

Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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Furchtlos im MRT

Pingunauten Trainer: die VR-App für Kinder

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Essen, Lehrstuhl für Medieninformatik | Entertainment Computing, Universität Duisburg-Essen

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Ein interdisziplinären Team der Universität Duisburg-Essen hat den Pingunauten Trainer entwickelt, um die Untersuchung im Magnetresonanztomographen (MRT) für Kinder weniger belastend zu gestalten. Das Ziel ist, auf eine Sedierung oder Narkose verzichten zu können und das Wohlbefinden der Kinder während der Untersuchung zu sichern und zu verbessern.
Der Pingunauten Trainer ist eine Virtual Reality (VR) App für Smartphones, die auf spielerische Art Kinder auf die Untersuchung im MRT vorbereitet. Schrittweise und mit kleinen Spielen erkunden die Kinder einen originalgetreuen Untersuchungsraum und trainieren ruhig stillzuliegen, während sie einen virtuellen MRT-Scan erleben.

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Entwicklungsförderung im Fokus: PROMPt - das Projekt für die seelische Gesundheit von Kindern mit emotionalen und Verhaltensproblemen

PROMPt - das Projekt für die seelische Gesundheit von Kindern mit Verhaltensproblemen

Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Technische Universität Dresden

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Kinder mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung emotionaler und Verhaltensstörungen sollen in der Routineversorgung frühzeitig erkannt und unmittelbar an einem Präventionsprogramm teilnehmen können. Damit dies im Vergleich zur aktuellen Regelversorgung schneller, zügiger und passfähiger gelingt, wird ein Selektivvertrag an der Schnittstelle zum Kinderarzt (Weiterversorgung) im Bereich ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen eingesetzt, um erstmals innerhalb regulärer U7-U9 Gesundheitsuntersuchungen ein Screening zu emotionalen und Verhaltensauffälligkeiten einzuführen und im Bedarfsfall mit konkreten Empfehlungen und Maßnahmen zu verknüpfen. Damit können Präventionsangebote zur psychischen Gesundheit niederschwellig in die Regelversorgung implementiert werden.

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Im Alter daheim

RubiN: Patientenlotsen unterstützen Risikopatienten im Alter

RubiN: Patientenlotsen unterstützen Risikopatienten im Alter

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In RubiN wird der Effekt eines multiprofessionellen, sektorenübergreifenden und assessmentgestützen Care- und Case Managements (CCM) auf die Versorgung geriatrischer Patient:innen untersucht. Aufgrund fehlender sektoren- und professionenübergreifender Versorgung kommt es in der Regelversorgung zu Versorgungsbrüchen zwischen den Behandler:innen (Ärzt:innen, Pflege, Therapeut:innen, Soziale Dienste etc.) und beim Wechsel der Versorgungsebenen (v.a. ambulant, stationär, rehabilitativ). Das CCM soll Patient:innen, An- und Zugehörigen eine schnittstellenfreie Versorgung zwischen medical und social care ermöglichen, damit ältere Menschen so lange es geht selbstständig bleiben. Zudem sollen 87b SGB V-zertifizierte Praxisnetze rechtlich als "reguläre" Leistungserbringer weiterentwickelt werden.

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Digitale Wundversorgung

SoMa-WL: Das Telemedizin-Projekt für Patient:innen mit chronischen Wunden

MuM - Medizin und Mehr eG

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SoMa WL - Souveränes, ärztlich gesteuertes, industrieunabhängiges und e-Health gestütztes Wundmanagement in Westfalen-Lippe - ist ein ärztlich gesteuertes, e-Health gestütztes Wundkonzept. Behandelnde Ärzt:innen übertragen die Besuche bei Patient:innen vor Ort an netzeigene Wundexpert:innen. Dank der elektronischen Visite können die Ärzt:innen oder auch andere Expert:innen jederzeit in Echtzeit hinzugezogen werden. Dies ermöglicht die gezielte Einbindung fachärztlicher Expertise in die Versorgung chronischer Wunden und führt zu einer Schonung ärztlicher Ressourcen für Wegezeiten. Die Ärzt:innen sind am gesamten Behandlungsprozess beteiligt und steuern diesen. Dadurch erfolgt die Behandlung leitliniengetreu, standardisiert und patientenorientiert.

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Telemedizin in der Kinderdiabetologie

ViDiKi - die virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck Klinik für Kinder- und Jugendmedizin / Dr. Simone von Sengbusch, Lübeck

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Typ-1-Diabetes ist die häufigste autoimmunologisch bedingte Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Die Therapie besteht aus einer lebenslangen Insulinsubstitution. Die Steuerung der komplexen Insulintherapie erfolgt bevorzugt über die kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Die Digitalisierung aller Therapiedaten und Speicherung in Software(clouds) ermöglicht dem Diabetesteam einen zeit-und ortsunabhängigen Zugriff auf die Therapiedaten des Kindes. Dies eröffnet alternative Beratungs- und Versorgungsformen, wie die Videosprechstunde. Die Studienidee basiert darauf, mittels Videosprechstunde den Familien häufigere Kontakte zum Diabetesteam zu eröffnen, ohne lange Fahrtwege in die Spezialambulanz. Die multizentrische, quasi-randomisierte Studie wurde vom Innvoationsfonds gefördert (01NVF16023).

Haben Sie ein Projekt?

Sie haben ein Projekt, das die nachhaltige Patientenversorgung in Deutschland fördert? Dann bewerben Sie sich für den MSD Gesundheitspreis 2021. Die Bewerbungskriterien und alle wichtigen Informationen finden Sie unter www.msd.de/bewerbung.

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